Casino-Gewinne versteuern in der Schweiz: Einordnung

Updated September 2026
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Spielergebnis, Gutschrift und Auszahlung sind getrennte Vorgänge und können für die steuerliche Betrachtung unterschiedlich relevant sein.

Schweizer Straße mit Casino und Steuerbüro im Abendlicht
Inhaltsverzeichnis
  1. Wie Online-Casino-Gewinne entstehen und ausgezahlt werden
  2. Welche Gewinne im Online-Casino tatsächlich möglich sind
  3. Wie hoch Gewinne in Online-Casinos und Slots sein können
  4. Gewinne bei Spielautomaten: Einzelereignis statt Kontosaldo
  5. Welche Steuern auf Casino-Gewinne anfallen können
  6. Casino-Gewinne in der Schweiz 2026 richtig einordnen
  7. Hohe Gewinne bei Roulette, Slots und anderen Casinospielen
  8. Gewinne im Online-Casino in der Steuererklärung
  9. Echte Gewinne aus Slots und ihre steuerliche Behandlung
  10. Die größten Casino-Gewinne: Was steuerlich zählt

Wie Online-Casino-Gewinne entstehen und ausgezahlt werden

Ein Gewinn im Online-Casino entsteht nicht erst in dem Moment, in dem Geld auf deinem Bankkonto ankommt. Entscheidend ist zunächst das einzelne Spielergebnis. Bei einem Slot ist das der abgeschlossene Dreh, bei Roulette das abgeschlossene Ergebnis einer Runde. Auch eine beendete Hand oder ein Tischspielergebnis kann ein eigenes Gewinnereignis darstellen. Ein Jackpot gilt als Gewinnereignis, sobald er dem Spielerkonto gutgeschrieben oder ausgezahlt wird.

Damit lassen sich drei Vorgänge voneinander trennen:

  1. Das Spiel erzeugt ein Ergebnis.
  2. Der Anbieter schreibt den entsprechenden Betrag dem Spielerkonto gut.
  3. Du beantragst die Auszahlung auf ein zugelassenes Zahlungsmittel.

Diese Schritte können zeitlich auseinanderfallen. Ein Betrag, der bereits im Spielerkonto sichtbar ist, wurde also noch nicht zwingend auf dein Bankkonto überwiesen. Umgekehrt verändert eine spätere Auszahlung nicht den Ablauf des ursprünglichen Spielereignisses.

Vom Einsatz zum gutgeschriebenen Gewinn

Vor dem Spiel wird ein Geldbetrag vom Spielerkonto eingesetzt. Nach dem Abschluss der Runde verarbeitet das System das Ergebnis. Bei einem Gewinn erscheint der gutgeschriebene Betrag zunächst in der Kontodarstellung des Online-Casinos. Bei einem Verlust wird der eingesetzte Betrag nicht als Gewinn gutgeschrieben.

Wer seine Casino-Gewinne in der Schweiz 2026 korrekt einordnen möchte, sollte bei der Auswahl auch auf den angegebenen Bewilligungsrahmen achten. Diese Übersicht bietet dafür eine kompakte Orientierung zu den gelisteten Anbietern.

1
SwissCasinos.ch

Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Casino Zürichsee AG (Pfäffikon) SwissCasinos.ch ist mit einer ESBK-Konzessionserweiterung der Casino Zürichsee AG in Pfäffikon gelistet. Damit ist der Anbieter in dieser Übersicht einem konkret benannten Schweizer Casinounternehmen zugeordnet.

2
Swiss4Win.ch

Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Casinò Lugano Swiss4Win.ch ist mit einer ESBK-Konzessionserweiterung des Casinò Lugano aufgeführt. Die Zuordnung zu diesem konzessionierten Casinobetrieb macht den Anbieter für die Übersicht relevant.

3
Casino777.ch

Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Casino Davos Casino777.ch wird mit einer ESBK-Konzessionserweiterung des Casino Davos geführt. Der Anbieter ist damit einem konkret genannten Schweizer Casino zugeordnet.

4
Pasino.ch

Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Nr. 2023-B-14-E, Casino du Lac Meyrin Pasino.ch ist mit der ESBK-Konzessionserweiterung Nr. 2023-B-14-E des Casino du Lac Meyrin gelistet. Die konkrete Konzessionsangabe ist das zentrale Merkmal dieses Eintrags.

5
StarVegas.ch

Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Casino Interlaken StarVegas.ch wird mit einer ESBK-Konzessionserweiterung des Casino Interlaken aufgeführt. Damit besteht eine ausgewiesene Zuordnung zu diesem Schweizer Casinobetrieb.

6
Jackpots.ch

Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Grand Casino Baden Jackpots.ch ist mit einer ESBK-Konzessionserweiterung des Grand Casino Baden gelistet. Der Eintrag verweist damit auf einen konkret benannten konzessionierten Casinobetrieb.

7
Admiral.ch

Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Casinò Mendrisio Admiral.ch wird mit einer ESBK-Konzessionserweiterung des Casinò Mendrisio geführt. Diese Verbindung zu einem benannten Schweizer Casino prägt den Eintrag.

8
CasiNeo.ch

Lizenz: ESBK — Online-Konzession Nr. 2023-B-10-E, Casinò Locarno CasiNeo.ch ist mit der ESBK-Online-Konzession Nr. 2023-B-10-E des Casinò Locarno aufgeführt. Besonders hervorzuheben ist hier die ausdrücklich genannte Online-Konzession.

9
MyCasino.ch

Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Grand Casino Luzern MyCasino.ch wird mit einer ESBK-Konzessionserweiterung des Grand Casino Luzern gelistet. Der Anbieter ist dadurch einem konkret bezeichneten Schweizer Casino zugeordnet.

10
7Melons.ch

Lizenz: ESBK — Konzessionserweiterung Grand Casino Bern 7Melons.ch ist mit einer ESBK-Konzessionserweiterung des Grand Casino Bern aufgeführt. Die ausgewiesene Verbindung zu diesem Casinobetrieb ist das wesentliche Merkmal des Eintrags.

Für die technische Nachvollziehbarkeit sind Angaben wie Spiel, Zeitpunkt, Einsatz und Ergebnis wichtig. Diese Informationen findest du je nach Anbieter in der Spielhistorie, im Transaktionsbereich oder in einem Kontoauszug. Bei einer späteren Prüfung solltest du deshalb nicht nur den Kontostand betrachten, sondern auch die einzelnen Buchungen aufbewahren.

Ein Jackpot kann anders dargestellt werden als ein gewöhnlicher Rundengewinn. Für den Ablauf bleibt jedoch maßgeblich, dass der Betrag dem Spielerkonto gutgeschrieben oder direkt ausgezahlt wird. Erst danach beginnt die Abwicklung der Auszahlung, falls du das Guthaben nicht für weitere Spiele verwendest.

Auszahlung vom Spielerkonto

Um Online-Casino-Gewinne auszuzahlen, öffnest du im Spielerkonto den Bereich für Auszahlungen. Dort wählst du ein verfügbares Zahlungsmittel und gibst den gewünschten Betrag ein. Welche Option angezeigt wird, hängt von den beim Anbieter hinterlegten Zahlungsdaten und den internen Vorgaben ab. Eine Auszahlung ist nicht dasselbe wie eine Einzahlung: Das Casino muss prüfen, wohin der Betrag überwiesen werden darf und ob die Kontodaten zum verifizierten Spielerkonto gehören.

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Vor der Auszahlung kann eine Identitätsprüfung erforderlich sein. Dabei werden die persönlichen Angaben des Kontoinhabers mit den hinterlegten Daten abgeglichen. Der Zweck ist, sicherzustellen, dass das Konto tatsächlich der volljährigen Person mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz gehört. Ohne abgeschlossene Prüfung kann eine Auszahlung zurückgestellt werden.

Nach dem Auszahlungsantrag prüft der Anbieter die Buchung. Danach wird der Betrag über das ausgewählte Zahlungsmittel weitergeleitet. In deinem Konto kann der Status zunächst als ausstehend, in Prüfung oder freigegeben erscheinen. Erst der Status der Transaktion zeigt, ob der Anbieter den Betrag bereits angewiesen hat oder ob die Bearbeitung noch läuft.

Warum ein Guthaben nicht automatisch ausgezahlt wird

Ein positives Spielerkonto bedeutet zunächst nur, dass dort ein Guthaben verbucht ist. Es wird nicht automatisch auf ein externes Konto übertragen. Du musst die Auszahlung selbst anfordern, sofern der Anbieter keine andere ausdrücklich vereinbarte Abwicklung vorsieht.

Auch ein hoher Kontostand kann aus mehreren Buchungen bestehen: aus Einzahlungen, Spielgewinnen, nicht spielbezogenen Gutschriften und späteren Korrekturen. Deshalb ist der Kontostand kein einzelnes Spielergebnis. Für die Beschreibung eines Gewinns ist die konkrete abgeschlossene Runde, Hand oder Jackpot-Gutschrift maßgeblich.

Bonusguthaben, Cashback und Werbezahlungen solltest du getrennt von echten Spielgewinnen betrachten. Eine Gutschrift kann zwar im selben Konto erscheinen, aber einen anderen Ursprung haben. Für die spätere Einordnung reicht daher ein Screenshot des Gesamtsaldos nicht aus. Aussagekräftiger sind die Buchungsdetails und die Spielhistorie.

Schweizer Anbieter und rechtlicher Status

In der Schweiz dürfen Online-Spielbankenspiele nur von konzessionierten Schweizer Spielbanken angeboten werden. Die Durchführung von Geldspielen ist bewilligungs- oder konzessionspflichtig. Die Eidgenössische Spielbankenkommission prüft die Voraussetzungen für eine Konzession und führt autorisierte Betreiber in einer öffentlich einsehbaren amtlichen Aufstellung.

Der Markenname allein beweist nicht, wie ein Angebot rechtlich einzuordnen ist. Entscheidend ist, ob das konkrete Online-Casino nachweislich zu einem aktuell ESBK-lizenzierten Schweizer Casinobetrieb gehört. Die Konzessionsnummer muss auf der Website angegeben werden; sie befindet sich normalerweise im Fußbereich. Eine ausländische Lizenz ersetzt keine Schweizer Konzession.

Die Frage, ob Online-Casino-Gewinne legal sind, hängt daher nicht nur vom Auszahlungsbetrag ab. Maßgeblich ist auch, ob das Spielangebot in der Schweiz rechtmäßig betrieben wird. Für Spielerinnen und Spieler gilt außerdem die Altersgrenze von 18 Jahren.

Steuerfreigrenze (Online-Casinos) CHF 1 Million

Steuerfreigrenze (Alternative Angabe 2026) CHF 1.071.000

Status der Gewinne Einzelne Gewinnereignisse sind massgeblich

Auszahlung, Nachweise und gemeldete Gewinne

Bewahre nach einer Auszahlung die Bestätigung des Antrags, die Transaktionsübersicht und die Angaben zum ursprünglichen Spielereignis auf. Diese Unterlagen helfen dabei, eine Buchung vom späteren Geldtransfer zu unterscheiden. Besonders bei einem Jackpot oder einem einzelnen hohen Ergebnis sollte klar erkennbar sein, wann der Gewinn gutgeschrieben und wann er ausgezahlt wurde.

Für Gewinne über der Millionengrenze wird in einem einzelnen fachlichen Überblick eine automatische Meldung durch den Online-Casino-Betreiber an die Steuerbehörden genannt. Diese Aussage stammt aus dieser Quellenart und wird hier nicht als allgemein bestätigte Marktnorm dargestellt. Die steuerliche Einordnung selbst hängt unter anderem davon ab, ob das Angebot unter einer ESBK-Konzession betrieben wird. Die genannten Quellen sind zudem bei der Freigrenze nicht einheitlich: Eine Fassung nennt CHF 1 Million, eine andere für 2026 CHF 1.071.000 beziehungsweise CHF 1’070’400. Diese Abweichung sollte vor einer verbindlichen Deklaration mit dem zuständigen kantonalen Steueramt geklärt werden.

Der technische Ablauf bleibt davon getrennt: Erst entsteht das einzelne Ergebnis, dann erfolgt die Gutschrift auf dem Spielerkonto, anschließend kann die Auszahlung beantragt und verarbeitet werden.

Welche Gewinne im Online-Casino tatsächlich möglich sind

Bei Online-Casinospielen entstehen Gewinne nicht nach einem festen Ertragsplan, sondern durch einzelne Spielereignisse. Ein solches Ereignis kann beispielsweise ein Rouletteergebnis, eine abgeschlossene Hand, ein einzelner Slot-Dreh oder ein gutgeschriebener Jackpot sein. Ob daraus ein Gewinn entsteht und wie hoch er ausfällt, hängt vom Ergebnis dieses konkreten Spiels ab. Eine vorherige Einzahlung oder eine längere Spielserie macht ein bestimmtes Ergebnis nicht wahrscheinlicher.

Gibt es im Online-Casino überhaupt Gewinne?

Ja. Ein Gewinn kann entstehen, wenn der Auszahlungsbetrag eines Spielereignisses höher ist als der dafür eingesetzte Betrag. Das gilt unabhängig davon, ob der Gewinn direkt auf dem Spielerkonto erscheint oder zunächst als Spielguthaben verbucht wird. Entscheidend ist die einzelne abgeschlossene Runde beziehungsweise das einzelne Ergebnis, nicht die bloße Existenz eines Guthabens.

Dabei musst du drei Dinge auseinanderhalten:

Ein Kontostand kann sich aus Einzahlungen, mehreren Gewinnen, späteren Verlusten, Bonusguthaben und anderen Gutschriften zusammensetzen. Er zeigt deshalb nicht automatisch, wie hoch ein einzelner Spielgewinn war. Ebenso bedeutet eine Auszahlung nicht, dass der gesamte überwiesene Betrag aus einem einzigen Gewinnereignis stammt.

Welche Arten von Gewinnen kommen vor?

Bei Online-Casinospielen gibt es verschiedene Formen von Ergebnissen. Beim Roulette kann ein bestimmtes Ergebnis eine Auszahlung auslösen. Bei einer abgeschlossenen Hand entsteht ein Gewinn, wenn die Spielregeln das Ergebnis zugunsten des Spielers bewerten. Bei Spielautomaten kann ein einzelner Dreh eine Auszahlung oder einen Jackpot auslösen.

Ein Jackpot ist dabei nicht mit jedem hohen Kontostand gleichzusetzen. Er kann als eigenes Gewinnereignis gutgeschrieben oder ausgezahlt werden. Wird das Guthaben anschließend für weitere Spiele verwendet, verändern diese späteren Ergebnisse die Zusammensetzung des Kontostands. Für eine sachliche Einordnung muss daher nachvollziehbar bleiben, welches Ergebnis welchen Betrag ausgelöst hat.

Auch nicht jede Gutschrift ist automatisch ein echter Spielgewinn. Bonusguthaben, Cashback und Werbezahlungen beruhen nicht zwingend auf einem gewonnenen Spielereignis. Ihre Behandlung kann sich von der Behandlung eines tatsächlichen Geldspielgewinns unterscheiden. Deshalb solltest du in den Spielkontoauszügen prüfen, ob ein Betrag aus einem Spiel, aus einer Auszahlung oder aus einer Werbeaktion stammt.

Richtig machen
  • Bewahre die Bestätigung des Antrags und die Transaktionsübersicht auf.
  • Trenne Spielhistorie und Kontobewegungen für die Nachvollziehbarkeit.
  • Prüfe, ob das Casino eine ESBK-Konzession besitzt.
Falsch machen
  • Betrachte den Kontostand als ein einzelnes Spielergebnis.
  • Setze eine Auszahlung mit einem einzigen Gewinnereignis gleich.
  • Gehe davon aus, dass Bonusguthaben wie echte Spielgewinne behandelt werden.

Sind hohe Gewinne möglich?

Hohe Gewinne sind als einzelne Ergebnisse möglich. Daraus folgt jedoch keine sichere oder regelmässige Rendite. Ein einzelner grosser Gewinn beschreibt nur das Ergebnis dieses Ereignisses. Er sagt nicht voraus, wie die nächsten Runden ausgehen, und er beweist auch nicht, dass die gesamte Spieltätigkeit profitabel ist.

Das liegt am Aufbau von Geldspielen: Jede Runde liefert ein eigenes Ergebnis. Frühere Gewinne können das nächste Ergebnis nicht erzwingen. Auch ein hoher Kontostand schützt nicht davor, dass spätere Einsätze wieder verloren gehen. Umgekehrt kann ein einzelner Gewinn entstehen, obwohl vorherige Spiele Verluste verursacht haben. Eine Bilanz über mehrere Spielvorgänge ist deshalb etwas anderes als die Betrachtung eines einzelnen Gewinnereignisses.

Die Frage «Gibt es gute Gewinne im Online-Casino?» lässt sich daher nur für ein konkretes Ergebnis beantworten. Ein Gewinn kann positiv ausfallen, aber seine Höhe und sein Zeitpunkt lassen sich nicht als regelmässiges Einkommen einplanen. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem tatsächlich erzielten Ergebnis und einer Erwartung für künftige Spiele.

Warum ein Gewinn keine Rendite ist

Eine Rendite setzt eine berechenbare Entwicklung eines eingesetzten Kapitals voraus. Beim Online-Casino entsteht dagegen kein Anspruch auf einen bestimmten Ertrag. Ein Spielerkonto kann nach einem Gewinn wachsen und nach weiteren Einsätzen wieder sinken. Selbst eine wiederholte Auszahlung macht aus der Spieltätigkeit keine sichere Einnahmequelle.

Ob Glücksspiel im Einzelfall als berufliche Tätigkeit eingeordnet wird, ist eine separate steuerliche Frage. Eine solche Einordnung kann relevant werden, wenn Glücksspiel die Haupteinnahmequelle ist und mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird. Die Steuerbehörden berücksichtigen dabei unter anderem die Häufigkeit des Spiels, die eingesetzten Geldbeträge und die gesamte Tätigkeit. Aus einem einzelnen hohen Gewinn folgt diese Einstufung nicht automatisch.

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Für die steuerliche Einordnung eines regulierten Schweizer Online-Casinos wird das einzelne Gewinnereignis betrachtet. Nach dem allgemeinen BGS- und ESTV-Rahmen liegt ein Gewinn von CHF 500 bei einem aktuell ESBK-konzessionierten Schweizer Online-Casino im steuerfreien Bereich. Für Online-Casinospiele wird dabei eine Steuerfreigrenze von CHF 1 Million genannt; steuerpflichtig ist nur der darüber liegende Betrag. Eine abweichende Quellenangabe nennt für regulierte Casinogewinne ab 2026 einen steuerfreien Betrag von CHF 1.071.000. Diese beiden Angaben stehen nebeneinander und sollten nicht stillschweigend zu einer einzigen Grenze zusammengefasst werden.

Die genannte Schwelle bezieht sich auf das einzelne Gewinnereignis. Sie ist nicht mit der Jahressumme, dem Spielerkonto oder einer zusammengefassten Auszahlung gleichzusetzen. Deshalb muss zuerst feststehen, welches konkrete Spielereignis den Betrag ausgelöst hat. Erst danach lässt sich beurteilen, ob es sich um einen einzelnen Gewinn, eine spätere Kontobewegung oder eine andere Gutschrift handelt.

Wie hoch Gewinne in Online-Casinos und Slots sein können

Die Höhe eines Gewinns lässt sich bei Online-Casinospielen nicht sinnvoll am Kontostand oder an der gesamten Auszahlung ablesen. Steuerlich entscheidend ist vielmehr das einzelne Gewinnereignis. Bei einem Schweizer Online-Casino mit ESBK-Konzession gilt dafür eine Freigrenze von CHF 1 Million. Diese Grenze bezieht sich nicht auf die Jahressumme, das Spielerkonto oder eine zusammengefasste Auszahlung.

Ein einzelner Slot-Dreh kann als eigenes Gewinnereignis betrachtet werden. Dasselbe gilt für eine abgeschlossene Hand, ein Roulette- oder Tischspielergebnis sowie für einen gutgeschriebenen oder ausgezahlten Jackpot. Die relevante Größenordnung betrifft somit zunächst das konkrete Ergebnis eines solchen Ereignisses. Mehrere einzelne Gewinne werden nicht allein deshalb zu einem einzigen Ereignis, weil sie später gemeinsam auf dem Spielerkonto erscheinen oder zusammen überwiesen werden.

Die Höhe der Freigrenze kann je nach Quelle leicht variieren (CHF 1 Million oder CHF 1.071.000 für das Jahr 2026). Kläre dies im Zweifelsfall mit deinem kantonalen Steueramt.

Einzelnes Ergebnis und Kontostand unterscheiden

Angenommen, auf dem Spielerkonto sammeln sich mehrere Gewinne an. Der Kontostand zeigt dann die Summe der noch nicht eingesetzten oder ausgezahlten Beträge. Er sagt jedoch nicht automatisch aus, dass genau diese Summe als ein einzelner Gewinn steuerlich zu behandeln ist. Für die Einordnung muss nachvollziehbar bleiben, aus welchen einzelnen Spielereignissen das Guthaben entstanden ist.

Auch eine hohe Jahresauszahlung beantwortet die Frage nach der Höhe eines einzelnen Gewinns nicht. Eine Auszahlung kann mehrere Ereignisse bündeln, bereits vorhandenes Guthaben enthalten oder aus einer Kombination verschiedener Spielrunden bestehen. Deshalb sind der Zeitpunkt des Spiels, die Art des Ergebnisses und die Zuordnung zum jeweiligen Ereignis wichtiger als die spätere Überweisung.

Bei einem konzessionierten Schweizer Online-Casino ist bis zur genannten Freigrenze nur das einzelne Ereignis maßgeblich. Liegt ein solches Ergebnis darüber, ist nicht automatisch der gesamte Betrag steuerpflichtig: Nach der hier zugrunde gelegten Regel wird nur der Betrag oberhalb der Freigrenze steuerlich erfasst.

Was bei Slots als Gewinnhöhe zählt

Bei Casino-Slots ist die Gewinnhöhe an das konkrete Ergebnis des einzelnen Drehs gebunden. Ein angesammeltes Guthaben auf dem Spielkonto ist dagegen kein neuer Slot-Gewinn, nur weil es später ausgezahlt wird. Ebenso beschreibt eine gemeinsame Auszahlung nicht zwingend die Höhe eines einzelnen Drehgewinns.

Die Frage, welches Online-Casino oder welcher Slot die „besten“ oder „meisten“ Gewinne bietet, lässt sich aus den geprüften Angaben nicht seriös beantworten. Für bestimmte Spiele, Automaten oder Anbieter liegen hier keine belastbaren Vergleichsdaten zu Gewinnhöhen vor. Eine hohe mögliche Auszahlung wäre außerdem nicht mit einer sicheren oder regelmäßigen Einnahme gleichzusetzen.

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Bei der steuerlichen Betrachtung ist zusätzlich eine Abweichung in den verfügbaren Angaben zu beachten: Eine Fassung nennt für regulierte Casinogewinne ab 2026 einen steuerfreien Betrag bis CHF 1.071.000, während eine andere für Online-Casinospiele eine Freigrenze von CHF 1 Million nennt. Diese unterschiedlichen Angaben dürfen nicht stillschweigend zu einer einheitlichen Zahl zusammengezogen werden.

Auch beim Abzug von Einsätzen bestehen abweichende Angaben. Genannt werden einerseits auf das Spielkonto eingezahlte Einsätze bis zu einem jährlichen Höchstbetrag von CHF 25.000, andererseits vom Spielerkonto abgebuchte Einsätze bis maximal etwa CHF 25.000 bis CHF 26.800 abhängig vom Kantonsrecht. Welche Fassung im konkreten Fall angewendet wird, sollte daher mit dem zuständigen kantonalen Steueramt geklärt werden.

Gewinne bei Spielautomaten: Einzelereignis statt Kontosaldo

Bei Spielautomaten ist für die steuerliche Einordnung nicht jeder sichtbare Kontostand automatisch ein einzelner Gewinn. Entscheidend ist das konkrete Spielereignis: Ein einzelner Slot-Dreh gilt als abgeschlossener Vorgang mit einem bestimmten Ergebnis. Die Schwelle von CHF 1 Million bezieht sich deshalb auf dieses einzelne Gewinnereignis und nicht auf die Summe aller Drehungen während des Jahres.

Was bei einem Slot-Dreh als Gewinnereignis gilt

Startest du einen Dreh und schreibt das System danach einen Gewinn gut, ist dieser abgeschlossene Dreh das maßgebliche Ereignis. Das gilt auch dann, wenn der Gewinn zunächst auf dem Spielerkonto bleibt und nicht sofort auf ein Bankkonto überwiesen wird. Eine spätere Auszahlung macht aus mehreren früheren Drehungen kein neues gemeinsames Spielereignis.

Damit sind drei Werte auseinanderzuhalten:

Diese Werte können identisch sein, müssen es aber nicht. Nach mehreren kleinen Gewinnen kann das Guthaben deutlich höher sein als das Ergebnis jedes einzelnen Drehs. Umgekehrt kann ein hoher einzelner Slot-Gewinn später durch weitere Einsätze oder Auszahlungen den Kontostand verändern. Für die Grenze von CHF 1 Million ist nicht der Kontostand entscheidend, sondern der einzelne Spin, der den Gewinn ausgelöst hat.

Auszahlung und Kontostand sind nicht dasselbe

Eine Auszahlung beschreibt den Transfer von Geld vom Spielerkonto an dich. Sie ist kein Beweis dafür, dass genau dieser Betrag bei einem einzigen Dreh entstanden ist. Das Konto kann bereits mehrere Spielgewinne, Einsätze und andere Gutschriften enthalten. Deshalb sollte eine Auszahlung nicht automatisch als ein einziges Gewinnereignis verstanden werden.

Auch ein Jackpot kann anders dokumentiert werden als ein gewöhnlicher Dreh. Wird er einem Spielerkonto gutgeschrieben oder ausgezahlt, gehört der Jackpot zum jeweiligen Gewinnereignis. Maßgeblich bleibt, wodurch der Betrag entstanden ist und wie der Anbieter das Ereignis in seiner Spielaufzeichnung ausweist.

Einzelner Spin

Das Ergebnis eines einzelnen Drehs an einem Slot.

Jackpot

Ein spezifisches Gewinnereignis, das separat verbucht wird.

Roulette-Ergebnis

Das Resultat einer abgeschlossenen Runde am Tisch.

Spielgewinn, Bonus und Cashback trennen

Nicht jede Gutschrift auf einem Automatenkonto ist ein echter Spielgewinn. Bonusguthaben, Cashback, Werbezahlungen und andere nicht spielbezogene Gutschriften können steuerlich anders behandelt werden. Eine Kontobewegung allein zeigt daher noch nicht, ob es sich um einen Gewinn aus einem Slot-Dreh handelt.

Für eine nachvollziehbare Zuordnung sind die Spielhistorie und die Kontobewegungen getrennt zu betrachten. Die Spielhistorie zeigt, welches Ergebnis ein bestimmter Dreh hatte. Die Kontobewegung zeigt dagegen, wann Guthaben gutgeschrieben, eingesetzt oder ausgezahlt wurde. Erst zusammen lässt sich erkennen, ob ein Betrag aus einem einzelnen Spielautomatenereignis stammt oder aus mehreren Vorgängen zusammengesetzt ist.

Warum Verluste nicht automatisch gegenrechnen

Bei Gelegenheitsspielern sind Verluste grundsätzlich nicht von Casinogewinnen abziehbar. Ein verlorener Dreh wird daher nicht einfach mit einem späteren Gewinn verrechnet, um dessen Betrag steuerlich zu verändern. Ebenso macht ein hoher Kontostand die vorherigen Verluste nicht zu einem einzigen negativen oder positiven Ereignis.

Wer Gewinne an Spielautomaten beurteilen will, sollte deshalb jeden relevanten Dreh, eine Jackpot-Gutschrift sowie spätere Ein- und Auszahlungen getrennt nachvollziehen. Aussagen über „hohe Gewinne an Spielautomaten“ oder „Mega-Gewinne“ sind ohne diese Trennung ungenau: Ein einzelnes Ergebnis, ein Kontosaldo und eine Auszahlung beschreiben drei verschiedene Vorgänge.

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Welche Steuern auf Casino-Gewinne anfallen können

Ob eure Casino-Gewinne steuerfrei sind oder als Einkommen versteuert werden müssen, hängt in der Schweiz zuerst vom Anbieter ab. Entscheidend ist nicht der Markenname und auch nicht allein die Tatsache, dass das Spiel online stattfindet. Massgeblich ist, ob das Casino zu einer konzessionierten Schweizer Spielbank gehört oder ob es sich um ein ausländisches beziehungsweise nicht lizenziertes Angebot handelt.

Schweizer Casinos: grundsätzlich steuerfreie Geldspielgewinne

Gewinne aus lizenzierten Schweizer terrestrischen Casinos und Online-Casinos sind grundsätzlich von der direkten Bundessteuer sowie von den Kantons- und Gemeindeeinkommenssteuern befreit. Das bedeutet: Ein echter Geldspielgewinn aus einem Schweizer Casino wird steuerlich anders behandelt als ein Einkommen aus Arbeit, selbstständiger Tätigkeit oder Kapitalvermögen.

Die Steuerfreiheit bezieht sich auf die gesetzlich erfassten Geldspielgewinne. Bonusguthaben, Cashback, Werbezahlungen oder andere Gutschriften ohne unmittelbaren Bezug zu einem Spielergebnis können eine andere steuerliche Einordnung erhalten. Deshalb solltest du bei einer Gutschrift unterscheiden, ob sie aus einem abgeschlossenen Spielereignis stammt oder aus einer Promotion.

Auch bei einem Schweizer Online-Casino ist die Konzession entscheidend. Eine Schweizer Ausrichtung der Website oder ein vertrauter Markenname genügt nicht als Nachweis. Für die steuerliche Behandlung muss das Angebot nachweislich zu einer konzessionierten Schweizer Spielbank gehören. Die zuständige Eidgenössische Spielbankenkommission führt die autorisierten Betreiber in einer öffentlich einsehbaren amtlichen Aufstellung.

Steuerpflicht bei Offshore-Anbietern

Gewinne aus ausländischen oder nicht lizenzierten Casinos sind in der Schweiz voll steuerpflichtig.

Ausländische und nicht lizenzierte Anbieter

Gewinne aus ausländischen beziehungsweise nicht lizenzierten Casinos sind in der Schweiz vollständig steuerpflichtig. Das betrifft auch Angebote, die aus Sicht des Spielers wie ein normales Online-Casino funktionieren, aber keine Schweizer Konzession besitzen. Die Steuerfreiheit der Schweizer Casinos lässt sich auf solche Anbieter nicht übertragen.

Steuerbare Gewinne von Offshore-Anbietern gehören grundsätzlich zur Einkommenssteuer. Zusätzlich können die direkte Bundessteuer sowie die kantonalen und kommunalen Steuern anfallen. Die konkrete Belastung hängt damit auch vom Wohnkanton und von den übrigen steuerlichen Verhältnissen ab. Der Begriff „Offshore“ beschreibt dabei nicht die technische Auszahlung, sondern den Anbieter ohne entsprechende Schweizer Zulassung.

Für die Einordnung ist ausserdem wichtig, dass Verluste von Gelegenheitsspielern grundsätzlich nicht von Casinogewinnen abgezogen werden können. Ein Verlust bei einem Spiel beseitigt deshalb nicht automatisch die Steuerpflicht eines steuerbaren Gewinns aus einem anderen Ergebnis. Ebenso entsteht aus einer blossen Gegenüberstellung von Einzahlungen, Auszahlungen und Kontostand nicht ohne Weiteres die richtige steuerliche Kategorie.

Abgrenzung nach Steuerart

Anbieter Grundsätzliche steuerliche Behandlung
Konzessioniertes Schweizer terrestrisches Casino Von Bundes-, Kantons- und Gemeindeeinkommenssteuern befreit
Konzessioniertes Schweizer Online-Casino Von Bundes-, Kantons- und Gemeindeeinkommenssteuern befreit
Ausländisches oder nicht lizenziertes Casino In der Schweiz vollständig steuerpflichtig
Offshore-Anbieter Einkommenssteuer sowie direkte Bundessteuer und kantonale und kommunale Steuern können anfallen

Diese Übersicht beschreibt die Kategorien, nicht die spätere Berechnung für ein bestimmtes Steuerjahr. Für die genaue Beurteilung eines konkreten Gewinns musst du daher zuerst die Konzession des Anbieters feststellen und danach prüfen, welcher Teil der Gutschrift tatsächlich ein Geldspielgewinn ist.

Casino-Gewinne in der Schweiz 2026 richtig einordnen

Für das Steuerjahr 2026 gilt in der Schweiz eine bundesrechtliche Grundregel für regulierte Geldspielgewinne. Bei Online-Casinos ist zuerst entscheidend, ob das Angebot zu einer Schweizer Spielbank mit gültiger ESBK-Konzession gehört. Nur dann kommt die besondere steuerliche Behandlung für regulierte Casinogewinne infrage.

Bei der steuerfreien Grenze nennen die vorliegenden Angaben zwei voneinander abweichende Werte. Eine Angabe nennt ab dem 1. Januar 2026 einen steuerfreien Betrag von CHF 1.071.000 für regulierte Casinogewinne sowie Gewinne aus Lotterien und Online-Spielen. Eine andere Angabe nennt für Online-Casinos eine Freigrenze von CHF 1 Million. Diese Abweichung sollte nicht stillschweigend aufgelöst werden. Für eine verbindliche Beurteilung deines konkreten Falls ist deshalb das kantonale Steueramt zuständig.

Nach der zweiten, ausdrücklich auf Online-Casinospiele bezogenen Fassung bleibt der Gewinn bis CHF 1 Million steuerfrei. Steuerpflichtig wäre nur der Betrag, der diese Grenze überschreitet. Nach der abweichenden Fassung gilt für 2026 dagegen der steuerfreie Betrag von CHF 1.071.000. Die Grenze bezieht sich auf die jeweilige gesetzliche Regelung für regulierte Casinogewinne und darf nicht ohne Prüfung mit anderen Einkommensarten gleichgesetzt werden.

Was du für 2026 prüfen solltest

Die Grundregel gilt schweizweit nach Bundesrecht. Für Formulare, Nachweise und Rückfragen ist jedoch das kantonale Steueramt an deinem Wohnort zuständig. Es kann dir mitteilen, welche Fassung der Freigrenze für deine Steuererklärung 2026 anzuwenden ist und wie ein besonderer Fall behandelt wird.

Gewinne aus Schweizer lizenzierten Casinos müssen grundsätzlich nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Wegen der abweichenden Angaben zur Grenze solltest du diese Aussage jedoch nicht auf ausländische oder nicht lizenzierte Anbieter übertragen. Entscheidend sind die Schweizer Konzession und die für deinen Wohnkanton maßgebliche steuerliche Einordnung.

Hohe Gewinne bei Roulette, Slots und anderen Casinospielen

Ein hoher Gewinn hängt steuerlich nicht davon ab, ob er bei Roulette, einem Slot, einem Video-Casino-Spiel oder einem anderen Casinospiel entsteht. Entscheidend ist das einzelne Gewinnereignis und die Frage, ob das Angebot zu einer aktuell konzessionierten Schweizer Spielbank mit Online-Erweiterung gehört. Der Markenname allein belegt diese Einordnung nicht.

Bei Roulette kann ein einzelnes abgeschlossenes Ergebnis als Gewinnereignis gelten. Dasselbe gilt bei einem Slot für einen einzelnen Dreh oder bei einem Jackpot für dessen Gutschrift beziehungsweise Auszahlung. Die Millionengrenze wird dabei nicht anhand des gesamten Spielerkontos, der Jahressumme oder einer später zusammengefassten Auszahlung berechnet. Mehrere kleinere Ergebnisse werden also nicht allein deshalb zu einem einzigen Ereignis, weil du sie gemeinsam abhebst.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Steuerfreiheit gilt primär für Gewinne aus Schweizer, ESBK-konzessionierten Casinos.
  • Entscheidend ist das einzelne Gewinnereignis, nicht der gesamte Kontostand oder die Auszahlung.
  • Bei Gewinnen über CHF 1 Million wird automatisch eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent einbehalten.
  • Bewahre alle Belege und die Spielhistorie für das Steueramt auf.

Wann die Grenze relevant wird

Für regulierte Schweizer Online-Spielbankengewinne gilt ein steuerfreier Betrag bis zur gesetzlichen Grenze von CHF 1 Million je individuellem Gewinnereignis. Übersteigt ein einzelnes Ergebnis diese Grenze, betrifft die steuerliche Behandlung nur den darüber liegenden Betrag. Das kann auch bei einem hohen Slot-Jackpot oder einem ungewöhnlich hohen Roulette-Ergebnis relevant werden.

Bei Online-Spielbankengewinnen über CHF 1 Million wird eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent erhoben. Der Anbieter behält sie automatisch ein. Dadurch wird ein hoher Gewinn nicht steuerlich dadurch verändert, dass du ihn auf dem Spielkonto lässt oder später in mehreren Teilbeträgen abhebst.

Zur behaupteten automatischen Meldung an die Steuerbehörden ist die Quellenlage jedoch nicht einheitlich: Ein einzelner fremder redaktioneller Fachüberblick beschreibt eine solche Meldepflicht des Anbieters für Gewinne über der Millionengrenze. Das ist hier nicht als allgemein bestätigte Marktnorm zu behandeln. Sicher feststeht nach den vorliegenden Angaben die automatische Erhebung der Verrechnungssteuer durch den Anbieter.

Ob ein Roulette-Gewinn auf dem Mobilgerät, ein hoher Slot-Gewinn oder ein Jackpot aus einer Casino-App stammt, ändert daher nicht die Grundprüfung. Du musst zunächst das konkrete Gewinnereignis und die Konzession des Betreibers feststellen. Erst danach lässt sich beurteilen, ob die Grenze für regulierte Schweizer Online-Spielbankengewinne greift. Behauptungen, ein bestimmtes Casino oder ein bestimmter Slot garantiere hohe oder sichere Gewinne, lassen sich aus den geprüften Angaben nicht ableiten.

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Gewinne im Online-Casino in der Steuererklärung

Bei Gewinnen aus einem Schweizer Online-Casino musst du zwischen der steuerlichen Behandlung und der Eintragung in der Steuererklärung unterscheiden. Auch ein Gewinn, der steuerfrei bleibt, kann dort als steuerfreies Einkommen zu deklarieren sein. Entscheidend ist, dass das Casino zu einer konzessionierten Schweizer Spielbank gehört.

Steuerfreie Gewinne korrekt angeben

Gewinne aus Schweizer lizenzierten Casinos müssen grundsätzlich nicht als steuerbares Einkommen versteuert werden. Gewinne aus einer konzessionierten Schweizer Spielbank sind jedoch in der Steuererklärung als steuerfreie Einkünfte zu deklarieren. Das gilt auch für Gewinne im Online-Casino, wenn das Angebot unter einer Schweizer Konzession betrieben wird.

Für die Deklaration solltest du die Unterlagen zum betreffenden Steuerjahr aufbewahren. Dazu können Spielkontoauszüge, Gewinnabrechnungen und Nachweise zur Konzession des Anbieters gehören. Der Markenname allein belegt die steuerliche Behandlung nicht. Maßgeblich ist die Zuordnung zu einer aktuell konzessionierten Schweizer Spielbank.

Wenn Verrechnungssteuer einbehalten wurde

Bei Online-Spielbankengewinnen über einer Million Franken wird eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent erhoben. Der Betrag wird bei der Auszahlung beziehungsweise Gutschrift berücksichtigt und vom Anbieter einbehalten. In diesem Fall darfst du die einbehaltene Verrechnungssteuer in deiner Steuererklärung geltend machen.

Müssen steuerfreie Gewinne deklariert werden?

Ja, Gewinne aus einer konzessionierten Schweizer Spielbank sollten in der Steuererklärung als steuerfreie Einkünfte deklariert werden.

Was passiert bei einer Verrechnungssteuer?

Wenn 35 Prozent Verrechnungssteuer einbehalten wurden, darfst du diese in deiner Steuererklärung geltend machen.

Gilt die Freigrenze für die Jahressumme?

Nein, die Grenze bezieht sich auf das einzelne Gewinnereignis und nicht auf die gesamte Auszahlung oder den Jahreskontostand.

Trage den Gewinn und die bereits einbehaltene Verrechnungssteuer entsprechend den kantonalen Formularen und Belegen ein. Das zuständige kantonale Steueramt kann festlegen, welche Nachweise erforderlich sind. Ohne Beleg lässt sich der Steuerabzug möglicherweise nicht prüfen.

Bei hohen Gewinnen im Casino solltest du deshalb die Abrechnung des Betreibers nicht löschen. Sie dokumentiert, welcher Betrag als Gewinn ausgewiesen wurde und welche Verrechnungssteuer bereits abgeführt worden ist. Für Gewinne aus einem nicht konzessionierten ausländischen Angebot gelten andere steuerliche Regeln; sie gehören nicht in dieselbe Kategorie wie steuerfreie Gewinne einer Schweizer Spielbank.

Echte Gewinne aus Slots und ihre steuerliche Behandlung

Bei Slots ist zuerst zu klären, wodurch eine Gutschrift entstanden ist. Ein echter Spielgewinn steht unmittelbar mit einem abgeschlossenen Spielvorgang in Verbindung. Beim Spielautomaten kann das ein einzelner Slot-Dreh sein. Entscheidend ist das Ergebnis dieses Drehens, nicht die spätere Verwendung des Guthabens und nicht allein der Betrag, der irgendwann ausgezahlt wird.

Davon zu unterscheiden sind Beträge, die der Anbieter ohne eigenes Spielergebnis gutschreibt. Dazu gehören Bonusguthaben, Cashback, Werbezahlungen und andere nicht spielbezogene Gutschriften. Solche Beträge können steuerlich anders behandelt werden als echte Geldspielgewinne. Eine Gutschrift auf dem Spielkonto ist deshalb noch kein Beleg dafür, dass ein echter Gewinn aus Slots vorliegt. Für die Einordnung musst du nachvollziehen können, ob der Betrag aus einem konkreten Spielereignis oder aus einer Werbe- beziehungsweise Bonusregel stammt.

Was bei Slots als echter Gewinn gilt

Ein einzelner Dreh bildet ein abgegrenztes Gewinnereignis. Zeigt das Spiel danach einen Gewinn an und schreibt ihn dem Spielkonto gut, bezieht sich die Einordnung auf dieses Spielergebnis. Werden mehrere Ergebnisse später gemeinsam ausgezahlt, verändert die Sammelauszahlung nicht automatisch den Ursprung der einzelnen Beträge.

Das gilt auch dann, wenn ein hoher Gewinn aus einem Slot zunächst auf dem Spielerkonto bleibt. Der Kontostand vermischt echte Spielergebnisse mit möglichen Boni, Cashback oder anderen Gutschriften. Für eine nachvollziehbare Zuordnung solltest du daher Spielverlauf, Gutschrift und Transaktionsart getrennt betrachten.

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Markenname ist kein Steuerkriterium

Ob ein Slot beliebt ist oder mit hohen Gewinnen beworben wird, sagt nichts über die steuerliche Behandlung aus. Auch der Name des Online-Casinos entscheidet nicht. Maßgeblich ist, ob das Angebot nachweislich zu einem aktuell ESBK-lizenzierten Schweizer Casinobetrieb gehört.

Bei kostenlosen Slots ist zusätzlich zu unterscheiden: Fehlt ein geldwerter Einsatz, kann die Gutschrift nicht allein wegen ihrer Bezeichnung als echter Spielgewinn gelten. Prüfe deshalb die konkrete Herkunft des Betrags und die Lizenz des Anbieters, bevor du ihn steuerlich einordnest.

Die größten Casino-Gewinne: Was steuerlich zählt

Bei sehr hohen Casino-Gewinnen zählt für die steuerliche Einordnung nicht, welche Summe in Medien oder Werbematerialien genannt wird. Entscheidend sind drei Fragen: Wie ist das einzelne Gewinnereignis definiert, besitzt der Anbieter eine ESBK-Konzession und welcher Betrag liegt über der geltenden Freigrenze?

Ein Gewinn aus einem Schweizer Online-Casino mit ESBK-Konzession ist pro individuellem Gewinnereignis bis zu CHF 1 Million steuerfrei. Diese Schwelle bezieht sich nicht auf den gesamten Jahresgewinn, den Kontostand oder eine zusammengefasste Auszahlung. Mehrere getrennte Ereignisse werden daher nicht allein deshalb zu einem einzigen Gewinn, weil das Geld später gemeinsam auf dem Spielerkonto steht oder in einer Auszahlung erscheint.

Für die Beurteilung der größten Casino-Gewinne aller Zeiten ist deshalb die öffentliche Darstellung nur begrenzt aussagekräftig. Eine hohe Gesamtsumme kann aus mehreren einzelnen Ergebnissen bestehen. Umgekehrt kann ein einzelnes Ergebnis steuerlich relevant werden, wenn es die Freigrenze überschreitet. Maßgeblich bleibt das Ereignis, durch das der Geldgewinn entstanden ist.

Ebenso wenig entscheidet der Markenname allein. Relevant ist, ob das konkrete Online-Angebot nachweislich zu einem aktuell ESBK-konzessionierten Schweizer Casinobetrieb gehört. Fehlt diese Grundlage, lässt sich die Steuerbefreiung für einen großen Gewinn nicht aus der Werbung oder aus der Höhe des Gewinns ableiten.

Bei der Bewertung großer Gewinne im Casino solltest du daher die Gewinnaufzeichnung des Anbieters und die Zuordnung zur Konzession getrennt betrachten. Eine Rangliste der größten Gewinne beantwortet diese steuerlichen Fragen nicht. Entscheidend sind die Struktur des einzelnen Ergebnisses, die Lizenzgrundlage und nur der Betrag, der die gesetzliche Schwelle überschreitet.

Sind Gewinne aus ausländischen Online-Casinos in der Schweiz steuerpflichtig?

Ja, Gewinne aus ausländischen oder nicht lizenzierten Casinos sind in der Schweiz vollständig steuerpflichtig. Sie unterliegen der Einkommenssteuer sowie der direkten Bundessteuer und den kantonalen und kommunalen Steuern.

Müssen Gewinne aus dem Online-Casino in der Schweiz versteuert werden?

Nein, Gewinne aus einem aktuell ESBK-konzessionierten Schweizer Online-Casino sind bis zu CHF 1 Million pro einzelnes Gewinnereignis steuerfrei. Nur der darüber liegende Betrag ist steuerpflichtig; zudem können bestimmte Einsätze bis zum zulässigen jährlichen Höchstbetrag abgezogen werden.

Muss ich einen Gewinn von 500’000 CHF im Online-Casino melden?

Nein, ein Gewinn von CHF 500’000 aus einem aktuell ESBK-konzessionierten Schweizer Online-Casino liegt unter der steuerfreien Grenze und muss grundsätzlich nicht als steuerpflichtiger Gewinn angegeben werden. Gewinne aus zugelassenen Schweizer Casinos sind jedoch als steuerfreie Einkünfte zu deklarieren.

Muss ich Einkünfte von Online-Casinos versteuern?

Das hängt vom Anbieter und der Art der Gutschrift ab. Gewinne aus lizenzierten Schweizer Online-Casinos sind bis zur Grenze pro Gewinnereignis steuerfrei, während Gewinne aus ausländischen oder nicht lizenzierten Casinos vollständig steuerpflichtig sind; Bonusguthaben, Cashback und Werbezahlungen können anders behandelt werden.

Wie erkennt man ein seriöses Online-Casino?

Prüfe, ob das konkrete Online-Casino nachweislich zu einem aktuell ESBK-lizenzierten Schweizer Casinobetrieb gehört. Die Konzessionsnummer sollte auf der Website, normalerweise im Fußbereich, angegeben sein; eine ausländische Lizenz reicht nicht aus.

Worin besteht die Legalität von Online-Casinos?

Ein Online-Casino ist in der Schweiz legal, wenn es unter der Konzession einer Schweizer Spielbank betrieben wird. Die Durchführung von Geldspielen ist bewilligungs- oder konzessionspflichtig, und Spieler müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

Wie regelt das Schweizer Glücksspielgesetz die Erteilung von Casino-Konzessionen?

Online-Spielbankenspiele dürfen in der Schweiz nur von konzessionierten Schweizer Spielbanken angeboten werden. Die Eidgenössische Spielbankenkommission prüft die Voraussetzungen und führt die autorisierten Betreiber in einer öffentlich einsehbaren amtlichen Aufstellung.

Spielerschutz

Geschrieben von der Redaktion „Online Casino CH”.

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